Seifhennersdorf 2006
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Programm 2006

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Abrechnung

Sa 05.08. Zum ersten Mal in der langjährigen Ferienlagergeschichte wurden die Berliner Kinder schon von Betreuern nach Dresden begleitet. 09:42 sind sie dazu vom Berliner Hbf losgefahren. Alle anderen Kinder, die von Dresden gefahren sind, haben sich ab 12:00 Uhr hinterm Dresdner Hbf. getroffen. Gegen 14:30 sind wir dann mit dem Bus im Querxenland angekommen.
Als erstes wurden dann die Bungalows in Beschlag genommen, die Betten, mit einigen Schwierigkeiten, bezogen und die Koffer ausgepackt. Auf Grund des schlechten Wetters mussten dann die Kennlernspiele ausfallen und die Kinder haben gleich erst einmal die Bastelutensilien von Lutz auseinandergenommen und erste Gebäude gebastelt.
Nach einer (für manche etwas zu langer) Weile, gab es dann 19:00 Uhr endlich Abendbrot, natürlich nicht, ohne das neue Trefflied ("Pack die Badehose ein") und die drei goldenen Regeln zu erklären.
"In 80 Tagen um die Welt" kam heute im Kino, welches viele Kinder in Anspruch genommen haben.
Die obligatorische Teamleiterberatung wurde heute nicht in versammelter Runde vorgenommen, sondern für jeden Teamer einzeln vorgenommen.
Erstaunlich schnell waren heute die Kinder auch in ihren Betten und nach ein wenig hin und her auch sehr ruhig.
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Pariser Modewelten

 
So 06.08. Heute wurden die Kinder gegen halb neun von den Schlümpfen und ganz viel Regen geweckt.
Die Zeit bis zum Mittagessen wurde mit dem Malen von Window-Color-Bildern und anderen Basteleien überbrückt. Von 14:00 - 17:00 stand dann die Künstlerwerkstatt auf dem Programm. Bei dieser konnten die Kinder u.a. kleine Beutel mit Perlen schmücken, Bilder gestallten und Schattenbilder malen. Dann wurden weiter Fensterbilder gemalt und Traumfänger gebastelt.
Nach dem Abendbrot fand von 19:00 - 21:30 eine Vernissage statt, bei der man neben dem Tanzen, Flirten und Cocktailtrinken auch die Kunstwerke des Tages begutachten konnte. Damit die Kinder allerdings nicht zu viel Zeit im Regen verbringen mussten und da sich die Begeisterung für die Disko in Grenzen hielt, haben wir in den Clubräumen der Bungalows zwei Filme ("Ab durch die Hecke" und "Stuart Little 2") gezeigt. Danach sind alle Kinder glücklich und zufrieden recht schnell in ihre Betten verschwunden.
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Mo 07.08. Nachdem das Wetter heute ganz manierlich anfing, sind wir mit allen Kindern nach Seifhennersdorf gegangen, um Taschengeld auszugeben. Zum Mittagessen kamen wir dann bei wunderschönen Regen an...
Nach dem Mittag hatten wir dann das Computerkabinett, den Fitnessraum und die Sauna gemietet, da es aus vollen Eimern gegossen hat. Den ganzen Tag über wurde aber auch wieder gebastelt, diesmal vor allem Schiffe, die morgen auf dem Silberteich schwimmen sollen.
Von 19:00 - 21:00 wurden Mee(h)rspiele angeboten. Dabei konnten die Kinder (mittlerweile ohne Regen) auf dem Verkehrsplatz und im Kulti verschiedene Geschicklichkeits- und Schnelligkeitsspiele ausprobieren, oder auch versuchen auf dem Einrad zu fahren.
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Land in Sicht - Reise übers Mittelmeer

 
Di 08.08. Heute wurden wir mit Sonnenschein geweckt. Nach der Taschengeldausgabe wurden die Kinder zum Aufräumen angehalten. Dabei wurde nach unseren 3 Grundsätzen aufgeräumt: keine nassen Sachen im Zimmer, keine Lebensmittel und die Betten ordentlich bezogen. Zur Belohnung gab es neben Marshmallows (auch Gummipunkte genannt) noch eine runde auf der BMX-Strecke. Nebenbei wurde ein Briefkasten für Casino-Bewerbungen und Meinungen/Beschwerden/Wünsche eingeweiht.
Am Nachmittag fand dann ein "Endlich-gutes-Wetter-Fußballturnier" satt, bei dem wir mit 10 Kindern teilnahmen und sogar 1. Platz wurden. Diese Platzierung haben wir Victor - unserem Starfußballer aus Madrid -, André, Lucas-Maximilian, Sascha, Joshua, Kai, Johannes, Florian, Sorin und Jennifer, sowie dem Einkaufsdrang der anderen Finalmannschaft zu verdanken. Diese Mannschaft wollte lieber einkaufen gehen, statt sich noch mit unseren Jungs um einen Ball zu streiten... Am Nachmittag wurden außerdem auch noch fleißig Schiffe gebaut - natürlich unsinkbar.
Nach dem Abendessen konnten wir von 20:00 bis 22:30 den Sonnenuntergang an der Riviera genießen. Dabei gab es eine kleine Vorführung von der Zittauer Wasserwacht und danach konnten die gebauten Schiffe im Silberteich getestet werden. Dabei gab es neben den gefalteten Papierkähnen auch Schiffe aus jede Menge Klebeband und anderen Verpackungsmaterial, sowie Floße aus Holzstämmen und -Ästen. Währendessen bestand auch für die Kinder die Möglichkeit zum Baden, wobei es im Wasser sogar noch wärmer als draußen gewesen wäre (20°C gegenüber 16°C). Allerdings hatten wir Angst um die Gesundheit unserer Kinder, weshalb wir sie nur mit den Füßen ins Wasser ließen, um ihre Boote zu lenken.
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Mi 09.08. Heute wurden wir nicht wieder von Sommer, Sonne, Sonnenschein geweckt, trotzdem konnten die Kinder heute Volleyball bzw. Basketball auf dem Sportplatz spielen. Jedoch war es zum Baden immer noch zu kalt, weshalb wir nach dem verfrühten Mittagessen, da einige Gruppen nicht da waren und wir deshalb eher gehen konnten, erst noch Untersetzer gebastelt haben und dann zu einem Waldspaziergang aufgebrochen sind.
Dieser Spaziergang führte uns quer durch den Wald zur ehemaligen T-Station (Zeltlager vom Querxenland), wo wir einige Sensibilisierungsspiele wie Autofahren, Bojen und Autowaschen sowie ein Kennlernspiel gespielt haben. Die Kennlernrunde wollten wir ja eigentlich schon zu Beginn der Freizeit starten, jedoch war jedes Mal das Wetter dazwischen gekommen. Zurück ging es dann auch wieder durch den Wald. Vielen Kindern hatte es sehr gut gefallen, durch den Wald gehen zu dürfen und nicht immer im Lager sein zu müssen.
Nach dem Abendbrot wurde heute im Kulti wieder ein Film "Ice Age II" gezeigt. Außerdem wurden die Kinder, die nicht im Kino waren, mit dem "richtigen" Tabaluga (Tabaluga und Lilli mit Peter Maffay) vertraut gemacht: die zwei CDs konnten ohne Unterbrechung durchlaufen, was es schon sehr lange nicht mehr gegeben hat.
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Im Land der Pyramiden

 
Do 10.08. Am heutigen Tag konnten nicht nur die Kinder, sondern auch die Betreuer ausschlafen. Bei einem Brunch (=Breakfast + Lunch) konnte man sich von 09:00 bis 13:00 den Magen vollschlagen und speisen wie ein Pharao. Da gab es Gerichte wie Krokodileier, Skorpioneier, Kamelfladden und süße Sachen des Ramses.
Danach konnte man von 14:00 bis 17:00 schön wie Cleopatra quer durch die Wüste reisen. Da konnte man sich mit einer Quark-Honig-Maske verwöhnen und danach wie Cleopatra schminken lassen, sowie Schmuck basteln, auf einem Quad fahren und echte Lamas anschauen. Ein Teil unserer Gruppe ist aber auch in das Eisenbahnmuseum in Seifhennersdorf gegangen und hat sich dort die Eisenbahnmodelle vergangener Jahre angeschaut.
Nach dem Abendbrot gab es die lange Disko von 19:00 bis 22:30 mit dem Titel: "Heiße Rhythmen am Nil", an der auch einige unserer Kinder teilgenommen haben. Bei dieser Disko haben unsere Fußballer/innen auch ihre Auszeichnung (Urkunde und Medaille) bekommen. Außerdem wurden heute noch einmal die Kunstwerke ausgestellt, welche am Sonntag fabriziert wurden.
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Fr 11.08. Heute wurden die Kinder mit Johann Strauß geweckt. Nach dem Frühstück sollten sie eigentlich den Vereinstanz gelehrt bekommen, doch aus Mangel an Leuten, die den schon kannten, wurde nur das Lied hoch und runter gespielt.
Auf Grund der durchbrechenden Sonne, wurde kurzfristig entschieden, die Kinder mal ins Wasser des Schwimmbades zu stecken. So kamen manche Jungs heute zum ersten Mal mit Wasser in Berührung... Doch schon nach kurzer Zeit war die Badefreude auf Grund von Kälte vorbei. Also wurden sie wieder in warme Sachen gesteckt und waren pünktlich zum Mittagessen zurück.
Am Nachmittag wurden dann Vorbereitungen für den Casinoabend und für die Wanderung zur Sommerrodelbahn getroffen. So wurden Einladungen zum Bewerbungsgespräch geschrieben und Sachen in Rucksäcken verstaut. 17 Uhr konnten wir dann zur Küche aufbrechen, um dort unsere Lunchpakete abzuholen, halb 6 konnten wir dann loslaufen. Alle Kinder sind fast ohne zu murren und auch ohne Unfälle an der Sommerrodelbahn angekommen und konnten dort 2x fahren. Dann mussten wir "nur noch" eine kurze Weile auf den Bus warten, der uns wieder zum Querxenland zurückfahren sollte. Nach dieser anstrengenden Wanderung sind die Kinder dann auch sehr schnell eingeschlafen.
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Sa 12.08. Das heutige Wecken wurde durch ein Lied der Puhdys begleitet. Für die anderen Gruppen war heute Abschied angesagt. Doch wir dürfen noch bleiben. Dafür kamen auch ein paar neue an. Nach dem Frühstück wurden dann mit voller Begeisterung die Vitalbrötchen für das Grillen gebacken und der Gemüsequark von unseren fleißigen Bienchen vorbereitet.
Nach dem Mittag wurden schließlich die gefürchteten Bewerbungsgespräche für den Casinoabend durchgeführt. Auch wenn einige ganz schön nervös waren, hat es doch allen viel Spaß gemacht. Danach ging's für die Mutigen noch für eine kurze Runde ab ins Freibad.
Zum Abendbrot gab's zum Gegrillten unsere leckeren Vitalbrötchen mit dem Quark. Wer dann noch nicht genug vom Tag hatte, konnte noch von 20-22Uhr zum Entspannen in die schöne warme Sauna gehen, da wir den Film, der im Kino lief, bereits gesehen hatten.
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Im Reich der Mitte

 
So 13.08. Heute morgen wurden wir vom Dresdner Brückenmännchen aus den Betten geholt. Am Vormittag hieß es dann mal wieder "Hygienegame". Nach aufgeregtem Aufräumen und Putzen wurden alle mit Glückskeksen belohnt. Nach der Taschengeldausgabe waren wegen dem schlechten Wetter das Computerkabinett, der Billardraum und die Bastelwerkstatt im Freizeitzentrum geöffnet. Es sind mal wieder viele schöne Sachen entstanden.
Am Nachmittag hatten wir die Möglichkeit, sowohl an Spielen wie Tangram und Sudoku als auch an Kampfsportarten (Judo) und vielem mehr teilzunehmen, was uns sehr viel Spaß bereitete.
Von 19:00-21:30 Uhr konnten wir zwar zur Disko gehen (Tanz im Sommerpalast des Kaisers), waren jedoch nicht übermäßig motiviert. Abends war es dafür mal wieder Zeit, die "Dreckspatzen" zu duschen.
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Mo 14.08. Frank Zander kam uns heut morgen mit "Oh Susi" wecken. Nach dem Frühstück ging's dann bei wunderschönem Sonnenschein ab ins Dörfli unser Taschengeld "vernichten".
Am Nachmittag wurden dann endlich die Ergebnisse der Bewerbungsgespräche mitgeteilt und die passenden Schulungen für den Casinoabend durchgeführt. Anschließend wollten wir eigentlich baden gehen, doch das Wetter ließ dies leider nicht zu. Also ging's wieder froh und munter ans allgemein beliebte Basteln.
Von 19:00-21:00Uhr hieß es eigentlich: Halt an der Play-Station (Spielmobil). Doch wir haben unseren eigenen Casinoabend veranstaltet. Auch wenn einige erst nicht vom Spielmobil zu trennen waren, lockte unser Casino bei allen vollste Begeisterung hervor. Es wurde wild gespielt, gegessen und getrunken. Die meisten haben ihr ganzes Geld (Währung: Tage) komplett auf den Kopf gehauen und jede Menge Spaß dabei gehabt.
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Dschungelabenteuer

 
Di 15.08. Eigentlich war für heute Vormittag wieder Ausschlafen und Dschungelbüffett (Brunch) angesagt. Da wir das doch aber schon mitgemacht hatten, ließen wir uns von Tabaluga wecken und schauten uns wegen Regengüssen nach dem Frühstück das Musical-Video dazu an.
Von 14:00-17:00Uhr sollten auf verschlungenen Pfaden verschiedene Stationen zu Kraft, Teamgeist und Ausdauer stattfinden. Wegen dem Regen wurde dies jedoch durch zwei lustige Filme im Kulti ersetzt.
Die Rettung der Prinzessin fiel auch förmlich ins Wasser. Dafür ging's mal wieder in die schöne warme Sauna. Als Alternative boten sich verschiedene Gesellschaftsspiele wie Mensch ärgere dich nicht.
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Mi 16.08. Dieser Morgen begann für uns mit dem fröhlichen Echoschlumpf. Nach dem Frühstück hieß es dann auch schon für die meisten Kofferpacken und Zimmer aufräumen bzw. putzen. Die anderen, die noch länger bleiben dürfen, bzw. die, die schon fertig waren, bastelten und spielten mal wieder wie die Wilden.
Am Nachmittag konnten wir nach gemütlichem Eisessen endlich mal wieder ins Freibad. Bei lustigem Plantschen und Kartenspielen genossen wir noch die angenehmen Sonnenstrahlen.
Eigentlich war von 19:30-22:00Uhr Kino im Kulti geplant. Da wir den Film aber schon gesehen hatten, setzten wir uns gemütlich ums wärmende Lagerfeuer und ließen unseren letzten Tag hier ausklingen.
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Goldrausch und Wild-West-Romantik

 
Do 17.08. 10:30 Bus Abfahrt, individuelle Abholung
12:30 Bus Ankunft Dresden hinter dem Hbf, City Center
16:18 Zug Ankunft in Berlin Hbf (tief)

11:00 Durch den wilden Westen (mit dem Westernexpress ins Camp, Lagerfeuer)
Ich sitze nur mit Badehose bekleidet im Bett und wundere mich was mein Handy für gute Bilder gemacht hat. Das liegt daran dass in Seifhennersdorf heute Sommeranfang ist. Es ist möglicherweise wahrscheinlich real dass ich heute das erste mal baden gehe..
Der Rest unserer Gruppe ist sehr übersichtlich und pflegeleicht und leicht auf den Bildern zu finden.
Wir waren alle im Bad und dort nicht allein wie vorige Woche. Mein Weg ins Wasser wurde allerdings abgebrochen weil ... das Handy klingelte ...
Bilder gibt es zu sehen von der Fahrt ins T-Camp, nach Dresden und Berlin. Einschließlich von unseren Außenstellen Jana (Dresden) und Frank (Berlin)

19:00 - 22:30 Hilli Billi im Kentuckysaloon und weil unsere Dollars für den Cocktail inzwischen in Berlin waren, hatte dann jeder von uns 2$
Um uns auf den nächsten Tag vorzubereiten gingen 5 Kinder und 3 Betreuer relativ zeitig ins Bett und machten keine Nachtwanderung wie andere Gruppen...
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Fr 18.08. Heute haben wir nun endlich gemacht was in der Überschrift steht: Lücke! Fotos hin und her kopieren, auf Eltern warten, den Betreuer Sven verabschieden. Mit dem Baden haben wir gewartet bis das Wetter so war dass wir nicht mehr gehen wollten. Ich habe die große Rechnung und den Vertrag fürs nächste Jahr in Empfang genommen. Abends zum Dinner waren wir 3 Kinder mit 3 Eltern und 1 Kind mit 2 Betreuern. Dinner besteht aus Kerzenlicht im Speisesaal, Tischdecken anstatt Tabletts und der unbekannten Anordnung von Ressourcen. Na ja das hätte man jetzt auch romantischer formulieren können.. Danach gab's mit den Eltern einen Spaziergang zum Bad und durch das "Objekt". Die kindgerechte Vielfalt und Sauberkeit wurde ausdrücklich gelobt. Dann zogen die 3 Eltern mit ins Zimmer der Mädchen und konvertierten zu Kindern, die dann auch 22 Uhr schlafen gingen. Die richtigen Kinder beschwerten sich über die Lautstärke, die Erwachsene verursachen wenn sie über Tabaluga reden... Um diese Zeit hatte ich auch alle meine Koffer zu.
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Sa 19.08. "Erwachsen - was heißt das schon?
Vernünftig - wer ist das schon?
Ich bin ich und Du bist Du, das ist alles, was ich weiß.
Du bist jung und ich bin alt, aber was kann das schon bedeuten?"
... kam zu wecken. Zum 14. Frühstück kam Kim zum ersten Mal nicht pünktlich aber sie ließ es sich trotzdem nicht entgehen. Es schmeckte gut wie immer und die Eltern wünschten sich so ein gutes Angebot auch auf Dienstreisen in Hotels. Zur Abnahme der Zimmer gab es noch Minuspunkte weil in unserem einzigen Bungalow noch der Müll rum lag. Aber die Mitarbeiter im Querxenland hatten heute in anderen Bungalowsiedlungen schon schlimmeres gesehen.
Ich war erleichtert, meine Aufgabe erfüllt zu haben und machte als letzter das Licht aus. Nach der entspannten Heimfahrt nach Freital hatte ich sogar noch die Kraft das Auto wieder auszuräumen, was 17 Uhr beendet war. Nun stellt sich Hunger ein und ich blicke in den Kühlschrank....... wie viele Tage sind es eigentlich bis zum 28. Juli?
Bilder
  Texte von Jana (5-11), Christina (12-16) und Lutz (17-19)  

 

Mut
zur
Lücke
und
zur
Langsamkeit

 

Es war das 50. Ferienlager, das ich organisiert habe, die meisten habe ich auch selbst erlebt, und doch war 2006 wieder mal alles anders. Die Teilnehmer kommen immer weiter her, aus 8 Bundesländern, Rumänien und Spanien. Und immer weniger aus Sachsen. Sprachprobleme? In Bukarest und Madrid gibt es eine deutsche Schule, in der auch Mathematik in deutscher Sprache unterrichtet wird. Die ausländischen Kinder sprechen besser deutsch als unsere und fehlerfreier deutsch schreiben können sie sowieso. Aber auch in Deutschland wohnende Kinder haben nach Hause in russisch oder italienisch geschrieben. Und diese Kinder bringen ihren Eltern die deutsche Sprache bei. Und diese Eltern haben ihre Kinder ausgerechnet bei uns angemeldet, nur weil sie diese Homepage gesehen haben. So leisten wir, ohne dass es jemand beschlossen hat, unseren Beitrag für Europa.

Es war seit 1991 das erste Ferienlager ohne Vereinstanz (es waren einfach keine Wiederholungsteilnehmer da, die den kannten) und ohne Videokamera. Dafür gibt es immer mehr digitale Fotos, eine Handy-Internetflatrate (E-Plus GPRS) und einen neueren Laptop. Damit sind wir wohl der einzige Reiseveranstalter, der noch am selben Tag fast alle Bilder im Internet veröffentlicht. Und das durchgeführte Programm dazu schreibt. Per E-Mail können die Eltern ja schon seit ein paar Jahren Kontakt aufnehmen und von den Kindern Antworten bekommen. Aber Kinder, denen es gut geht, schreiben nicht. Statistisch steht in Mails und Briefen häufig etwas schlechtes.

Abgesehen von der Hardware, haben wir uns zurück gefunden zu den Wurzeln. Es gab nur richtige Kinder (7-12 Jahre), richtige Betreuer (die inzwischen anfangen verheiratet zu sein) und keine www.mussichdamitmachen.de Zwischengruppe, die nicht richtig weiß wo sie hingehört. Unsere Kinder nahmen das sehr umfangreiche und liebevoll gestaltete Programm vom Querxenland "In 80 Tagen um die Welt" mit großer Begeisterung an und es ist das Wunder geschehen, dass alle Kinder und alle Betreuer -nach Waldspaziergang- gemeinsam bei den New Games freiwillig mitmachen wollten. Vor Begeisterung haben wir auch noch Fli Fly aus ganz alten Betreuerschulungen wieder entdeckt. Dass so etwas mit einer ganzen Gruppe geht, war für mich der Höhepunkt dieses Ferienlagers.

Wir waren weniger, das ist gut für die Übersicht. Also haben die Betreuer sich so intensiv um die Kinder gekümmert, dass sie abends erschöpft waren und selbst ins Bett wollten, anstatt mit großen Kindern die halbe Nacht zusammen zu sitzen. Das Ergebnis war u.a., dass Kleidungsstücke, die sich gar nicht im richtigen Zimmer befanden, dem richtigen Kind zugeordnet werden konnten.

Kleidungsstücke mussten häufiger getrocknet werden als sonst. Wir waren mehrmals baden, Frank hat per Waschmaschine und Jana per Hand manches gewaschen, und den Rest hat das Wetter verursacht. Ich habe mich an manchen Tagen 6 Mal umgezogen. Was trocknen sollte, musste auf die Leine unters Dach und der Raum beheizt werden. Das haben wir mit Kreativität und ohne Löcher in Bungalowwänden in den Griff bekommen. Das war eins der einfachsten Probleme...

Die extreme Hitze im Juli und das unentschiedene Wetter im Ferienlager waren schlecht fürs Immunsystem, auch der Betreuer. Wir sind gegenüber anderen Gruppen aber gut weggekommen und haben einen Arzt nur wegen Zahnspange und Zecke gebraucht. Weil wir unser Programm fast ohne Einschränkungen durchgeführt haben und es trotzdem gelang die Kinder sowohl im Bewegung als auch ins Trockene zu bringen, waren wir eigentlich immer gut gelaunt. Stimmungstiefs gab es wenn es jemandem schlecht ging und andere mit betroffen waren.

Gelassenheit kennen viele Kinder nicht und haben es vielleicht von uns Betreuern zum ersten Mal erlebt. Ein kleines Problem muss immer sofort verschwinden - wozu gibt es Handy und Internet? Da wird dann der Mama erzählt: "Hier kotzen alle, hol mich ab!" Es gibt verschiedene Eltern, und manche wohnen zum Glück weit genug weg. Wenn Eltern nach 2 Stunden vor der Tür stehen, hat das Kind auf jeden Fall vergessen dass was war. Manche Eltern fahren dann ohne Kind wieder, andere nehmen gleich das zweite Kind auch noch mit.

Das Immunsystem wird nicht nur von Wetter und Stimmung beeinflusst. Viele Kinder haben nicht gelernt ihren Körper zu beobachten, wissen nicht wann sie Ruhe brauchen und dass sie Ruhe suchen müssen wenn sie nicht zu ihnen kommt. Unser Ferienlager Programm ist völlig befreit von Leistungsdruck, es geht nur um ganz normale Machtkämpfe innerhalb der Gruppendynamik. Die gibt es in Erwachsenen-Gruppen übrigens auch. Nach etwa einer Woche sind die Rollen verteilt und die Schreihälse erschöpft und dann fängt das Ferienlager an Erholung zu werden. Wenn ein großer Teil der Kinder jedes Jahr wieder kommt, beginnt die Erholung schon viel eher.

Vom Leistungsdruck in unserer Gesellschaft sind immer jüngere Kinder infiziert. Sie müssen kämpfen bis zum umfallen. Und dann wird gerne zum Medikament gegriffen. Manche Kinder hatten schon Magentropfen und Kopfschmerztabletten von den Eltern mitbekommen. Andere wussten was sie brauchen - und staunten, dass im Sanikoffer nichts dergleichen zu finden ist. Was die Kinder nehmen wenn sie älter sind, können wir uns ausrechnen - aber das kann bei den eigenen Kindern ja nie passieren...

Es gibt Kinder, die scheinen von Erwachsenen immer alles sofort zu bekommen. Das stößt in unserem Betreuerteam an Grenzen und führt auch bei anderen Kindern in der Gruppe zu Ausgrenzung. Dann hilft nur noch mit dem Handy die Eltern anzurufen, beide einzeln. Möglicherweise haben die sich bereits mit den Betreuern abgestimmt und sagen: Nö!

 

Auf jeden Fall kann ich bestätigen, dass es bei der Hygiene und dem Essen im Querxenland keinerlei Mängel gibt. Es gibt so ein umfangreiches Angebot an gesundem und ungesundem Essen im Speisesaal und das in unbegrenzten Mengen, die Zeit zum Essen ist auch unbegrenzt, dass in einem Magen eigentlich nie Platz bleiben kann für irgendwelche Süßigkeiten. Der Einkauf von Süßigkeiten ist durch das kontrolliert ausgegebene Taschengeld begrenzt, doch manche Eltern meinen es gut und liefern nach in beliebigen Mengen. Eltern kalkulieren die Paprikachips und Lakritze so dass sie für die ganze Gruppe reichen (die anderen haben aber bei den Mahlzeiten ordentlich gegessen), das Kind denkt, das muss jetzt alles auch noch in den eigenen Magen, möglichst schnell. Und dann kommt der Betreuer und "zwingt" mich, mit in den Speisesaal zu laufen, wo ich sehen muss was es leckeres zu essen gibt...

Warum sind wir früher ins Ferienlager gefahren? Richtig, um uns mal ungestört für das andere Geschlecht zu interessieren. Wenn ein Kind nun gerade hormonell ausgelastet ist, der Schwarm vielleicht sogar mit in der Sauna war, und das Handy klingelt - in solchen Sternstunden gehören Eltern auf einen anderen Stern! Das gilt übrigens für jedes Alter, das im Ferienlager zu finden ist.

Ergebnis: keine Handys, keine Besuche - Und wir kommen in die Nähe des Ferienlagers, wie wir es selbst kennen gelernt haben. Die Welt können wir nicht verändern, aber für 2 Wochen mal draußen lassen.

Wenn Sie sich selbst oder Ihr Kind in der Geschichte wieder finden - bleiben Sie gelassen! Von uns Betreuern war fast jeder mehr als 20 Mal im Ferienlager, meistens alle zusammen, und jedes Mal gab's neue Überraschungen und irgendwie haben wir alles gelöst. Wir könnten Geschichten erzählen, diese hier bezieht sich nur auf 2006...

Weil wir nichts zu verheimlichen haben und den Eltern auch ein Ferienlager Erlebnis verschaffen wollen, gibt es eine Verlängerung. Nachdem mit dem Bus die meisten abgereist sind, dürfen Eltern mit ihren Kindern in den Bungalows schlafen. Und wir können drüber reden was so los war. Für alle anderen besteht das Gesprächsangebot natürlich auch per Telefon und Internet.

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© Lutz Elßner ° elssner@interdev.de